Maschinenbauprofessor von der TU Darmstadt mit Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet worden
Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, ist der Maschinenbauprofessor Christian Hasse von der Technischen Universität Darmstadt mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis gilt als die wichtigste Forschungsförderung in Deutschland und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vergeben. Er ist mit einem Fördervolumen von 2,5 Millionen Euro verbunden, das den Preisträgerinnen und Preisträgern über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren für die freie wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung steht.
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Nach Angaben des Hessischen Wissenschaftsministeriums wird Hasse für seine Forschung zur klimaneutralen Energieerzeugung und -speicherung geehrt. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen neue technologische Ansätze, mit denen Energie nachhaltiger genutzt werden kann und die einen Beitrag zur Energiewende leisten sollen. Seine Forschung verbindet Grundlagenwissenschaft mit anwendungsorientierter Ingenieurtechnik.
Ein Schwerpunkt von Professor Hasses Arbeit liegt auf der Entwicklung neuartiger Verbrennungs- und Umwandlungsprozesse, die ohne fossile Energieträger auskommen. Dabei untersucht er unter anderem, wie Metalle – insbesondere Eisen – als Energieträger genutzt werden können. In diesem Konzept wird Eisen mithilfe von erneuerbarem Strom oxidiert und die dabei entstehende Energie nutzbar gemacht. Das oxidierte Eisen kann anschließend mit grünem Wasserstoff oder erneuerbarem Strom wieder reduziert werden, sodass ein geschlossener, CO₂-neutraler Energiekreislauf entsteht.
Wie die Allgemeine Zeitung weiter ausführt, könnte dieses Verfahren insbesondere zur Speicherung überschüssiger Energie aus Wind- und Solarkraft beitragen. Da erneuerbare Energien wetterabhängig erzeugt werden, gilt die Speicherung als eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende. Metallbasierte Energiespeicher werden in der Forschung als mögliche Ergänzung zu Batterien oder Wasserstoff diskutiert, insbesondere für industrielle Anwendungen mit hohem Energiebedarf.
Mit dem Leibniz-Preis erhält Hasse nun zusätzliche finanzielle und wissenschaftliche Freiräume, um seine Arbeiten weiterzuentwickeln. Die Förderung erlaubt es ihm, neue Forschungsansätze zu verfolgen, interdisziplinäre Kooperationen auszubauen und langfristige Projekte anzustoßen. Der Preis richtet sich ausdrücklich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits international sichtbare Leistungen erbracht haben und von denen auch künftig herausragende Beiträge zur Forschung erwartet werden.
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich vergeben. Er soll exzellente Forschung stärken und Deutschland als Wissenschaftsstandort international wettbewerbsfähig halten. Die Auszeichnung von Christian Hasse unterstreicht nach Einschätzung von Beobachtern die Bedeutung der Energieforschung an der TU Darmstadt und hebt zugleich die Rolle des Maschinenbaus bei der Umsetzung klimaneutraler Technologien hervor.
Quelle: Allgemeine Zeitung